Blog · 4. März 2024

Seelenpartner Pferd – Haben Pferde eine Seele?

Mit einem Seelenpartner verbinden wir tiefe Liebe, Vertrautheit und manchmal das Gefühl, uns schon lange zu kennen. Auch Pferde können uns auf diese Weise begegnen. Sie berühren etwas in uns, begleiten uns durch wichtige Lebensphasen und werden zu einem Gegenüber, mit dem uns weit mehr verbindet als Reiten, Training oder Versorgung.

Doch was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Seele eines Pferdes sprechen?

Was ist mit Seele gemeint?

Darauf gibt es keine einfache, allgemeingültige Antwort. Je nachdem, ob wir uns dem Begriff aus einer philosophischen, religiösen, psychologischen oder spirituellen Richtung nähern, finden wir unterschiedliche Vorstellungen. Für manche Menschen ist die Seele der unsterbliche Teil eines Wesens. Andere verstehen darunter sein Bewusstsein, seine Lebenskraft oder seine unverwechselbare Individualität.

Manche Traditionen sprechen jedem Tier eine eigene Seele zu. Andere kennen die Vorstellung einer gemeinsamen Gruppenseele. Im Schamanismus und in verschiedenen indigenen Weltbildern gilt nicht nur der Mensch als beseelt, sondern auch Tiere, Pflanzen, Orte und die Natur.

Letztlich darf jeder Mensch selbst hineinspüren, was Seele für ihn bedeutet. Für mich steht außer Frage, dass Pferde ein eigenes inneres Erleben, individuelle Bedürfnisse und eine ihnen eigene Persönlichkeit besitzen.

Seele, Gesundheit und Ganzheit

Körper, Geist und Seele bilden für mich eine Einheit. Gerät ein Bereich aus dem Gleichgewicht, kann sich das auch auf die anderen Ebenen auswirken. Deshalb gehört zu einem ganzheitlichen Blick auf ein Pferd nicht nur sein Körper, sondern ebenso seine Geschichte und sein seelisches Erleben.

Schockartige Erfahrungen, zu frühes Absetzen, Überforderung, Schmerzen oder ein gewaltsamer Umgang können tiefe Spuren hinterlassen. Energetische Arbeit kann dabei unterstützen, wieder mehr Balance zu finden und die körpereigenen Selbstheilungskräfte anzuregen. Welche Begleitung ein Pferd benötigt, ist immer individuell.

Macht es einen Unterschied, ob wir Pferden eine Seele zusprechen?

Aus meiner Sicht macht es einen großen Unterschied. Wenn wir ein Pferd als fühlendes, beseeltes Gegenüber wahrnehmen, können wir nicht nach Lust und Laune über es verfügen. Wir tragen Verantwortung dafür, wie wir es halten, ausbilden und behandeln.

Dann dürfen wir auch Vorgehensweisen hinterfragen, die als üblich oder normal gelten, nur weil sie Tradition haben oder von anderen vorgelebt werden. Das betrifft grobe Trainingsmethoden ebenso wie Bilder in den sozialen Medien, bei denen für Aufmerksamkeit und Klicks Grenzen überschritten werden.

Hinsehen ist nicht immer bequem. Doch unser Pferd braucht unsere Bereitschaft, wahrzunehmen, was für es stimmig ist und was nicht.

Seelenpartnerschaft bedeutet Beziehung

Ein Seelenpartner Pferd muss nicht das unkomplizierte Pferd sein. Gerade eine herausfordernde Begegnung kann uns lehren, geduldiger, klarer und feinfühliger zu werden. Eine tiefe Verbindung bedeutet dabei nicht, dass wir eigene Wünsche auf das Pferd übertragen. Es darf Grenzen zeigen, andere Bedürfnisse haben und seinen eigenen Weg gehen.

Für mich beschreibt Seelenpartnerschaft eine Beziehung, die von Liebe, Respekt und Verantwortung getragen wird. Sie lädt uns ein, unsere Wahrnehmung zu schulen, unserem Gefühl zu vertrauen und das Pferd in seinem eigenen Wesen zu sehen.

Bitte schau nicht weg. Zum Wohle der Pferde.

Lass uns über Dein Herzenstier sprechen

Schreib mir kurz, worum es geht. Ich antworte persönlich und wir schauen gemeinsam, ob meine Begleitung für Euch passend ist.

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